Das Geheimnis von Erklärfilmen

Laura-Marie Buxmann

Es gibt komplexe Themen und Sachverhalte, die sich nicht anhand bloßer Textbeschreibungen und Bilder verständlich vermitteln lassen. An dieser Stelle kommt der Erklärfilm ins Spiel: Dieser ist genau das richtige Format, um Zuschauer:innen gezielt komplizierte Sachverhalte aufzuzeigen und zu erläutern.

Was ist ein Erklärfilm?

Mit einem Erklärfilm sollen einer Zielgruppe verschiedene Thematiken vermittelt werdenEin physisches Produkt, wie eine Maschine, ein Medikament oder ein Lebensmittel; ein digitales Produkt, wie eine App, eine Software oder ein Online-Konfigurator; eine Dienstleistung, wie eine Versicherung oder ein Stromtarif; oder auch ein Prozess, wie eine Reklamation oder ein Bestellprozess. Ziel dabei ist es stets, dass eine bestimmte Personengruppe, seien es nun Kund:innen, Mitarbeiter:innen oder Geschäftspartner:innen, ein wichtiges oder auch allgemein relevantes Thema versteht – ob es sich nun um eine Produkteinführung, interne Prozesse, Tools oder Workflows handelt.

Gezeichnete Kinder laufen in einer Turnhalle umher

Unternehmen und Institutionen beispielsweise nutzen Erklärvideos im Rahmen der Customer Education (Verbraucherbildung), um die Produkte, Dienstleistungen oder Marken verständlich aufzubereiten. Ein Erklärvideo zielt darauf ab, die Einstellung der Zuschauenden über eine bestimmte Sache zu beeinflussen oder diese zu Taten zu motivieren – zum Kauf, zum Abonnement, zum Anruf. Daher sollte die Video-Marketing-Strategie eines Unternehmens immer in ein Erklärvideo integriert werden.

Der Kern eines guten Erklärfilmes ist es, etwas anhand von Storytelling zu vermitteln. Denn Geschichten bleiben den Zuschauer:innen in Erinnerung. Dementsprechend wird in einem Erklärfilm die Hauptfigur oftmals mit einem alltagsnahen Problem konfrontiert, sodass die Zielgruppe sich darin wiederfinden kann. Das Unternehmen selbst oder auch das Produkt, um das sich der Erklärfilm dreht, liefert dann eine Lösung für dieses Problem und es gibt ein Happy End.

Vorteile eines Erklärfilms

Dadurch, dass ein Erklärvideo eine Geschichte mit Hilfe von Storytelling entlang einer Hauptfigur erzählt, lassen sich bei den Zuschauenden Emotionen erzeugen. Sie entwickeln Sympathie mit der Hauptfigur, dem Produkt und sogar dem Unternehmen. Vor allem aber erinnern sich Zuschauer:innen an Inhalte, die sie emotional berührt haben. Ein Fakt, der gutes Storytelling in einem Erklärfilm unverzichtbar macht.

Animation einer Wetterkarte

Die Einsatzmöglichkeiten von Erklärvideos sind vielfältig und kombinierbar: So eignen sie sich nicht nur für die Einbettung auf den eigenen Websites, sondern auch für die Platzierung in den sozialen Medien, die Vorführung auf Messen oder die Nutzung im Vertrieb. Denn mit Videos lässt sich Aufmerksamkeit erzeugen: Bewegtbild ist das beliebteste Format im Internet. Beim Scrollen durch ihre Feeds stoppen Nutzer bei einem Video, um sich den Inhalt genauer anzuschauen. Die meisten Menschen sehen sich auch lieber ein gut platziertes Video an, in dem Themen einfach und unterhaltsam erklärt werden, als einen seitenlangen Fließtext zu lesen, da diese leichter zugänglich sind.

In unserem Blog finden Sie ebenfalls einen Artikel mit 10 Fakten, warum Videos für Unternehmen unverzichtbar sind.

Die gute Zugänglichkeit der Informationen aus Videos sorgt dafür, dass diese auch ein beliebtes Lern-Medium sind. Mit Erklärvideos lassen sich abstrakte Themen, Produkte oder Dienstleistungen nicht nur unterhaltsam und zielgruppengerecht aufbereiten, sondern auch greifbar machen. Ebenso ist es möglich, komplexe Vorgänge einfach und verständlich zu vermitteln. Manchmal reichen Texte und Bilder zur Informationsvermittlung nicht aus, insbesondere dynamische Prozesse lassen sich in Videos durch die Kombination von Bild und Ton deutlich nachvollziehbarer darstellen. Texteinblendungen in den Videos sorgen zusätzlich dafür, dass sich die Verständlichkeit und Aufmerksamkeit der Zuschauer:innen erhöht.

Verschiedene Formate bei Erklärfilmen

Der Whiteboard- oder Legetechnik-Stil

Dieser Stil ist die Urform des Erklärfilms und wird auch als Flachfigurentechnik, Whiteboard-Video oder Scribble-Video bezeichnet. Typischerweise werden bei diesem Stil Elemente mit einem Stift auf einen neutralen Hintergrund gezeichnet; hierbei sind auch handgezeichnete Animationen möglich. Die Elemente können aber ebenso auf Papier gezeichnet oder gedruckt und anschließend ausgeschnitten werden. In der Regel werden diese Elemente dann mit der Hand durch das Bild bewegt und angeordnet, während ein:e Sprecher:in im Hintergrund das Thema erklärt. Die Vorteile bei diesem Stil liegen eindeutig bei den geringen Kosten und Zeitaufwand. Außerdem sind sie leicht verständlich und für eine breit aufgestellte Ziel- und Altersgruppe angemessen. Ein Nachteil ist allerdings die stark reduzierte Grafik, die nicht immer optimal für umfangreiche Sachverhalte eingesetzt werden kann. Auch findet mit diesem Stil keine Abgrenzung von der Konkurrenz oder eine Betonung der eigenen Unternehmensmarke statt.

Drei gezeichnete Menschen schauen auf einem Laptop. Um sie herum sind verschiedene Icons zu sehen.

Der Piktogramm- und Icon-Stil

Mit diesem Erklärvideo-Stil lassen sich insbesondere Statistiken und Fakten unterhaltsam und nachvollziehbar in eine Story einbetten. Während ein Sprecher im Hintergrund die Fakten erläutert, können die gezeigten Bilder und kurzen Texteinblendungen viele Informationen auf einmal darstellen und diese schnell auf den Punkt bringen. Da bei diesem Stil bereits vorhandene Grafiken und Icons verwendet werden können, lassen sich hier sowohl Zeit als auch Kosten bei der Erstellung des Erklärfilms einsparen. Zudem ist es möglich, lediglich Tabellen, Statistiken und Fakten ganz ohne Sprecher zu erklären und das Video so ohne notwendigen Ton zu produzieren. In unserem Blogbeitrag Videos mit Untertiteln – aber wieso?” erklären wir genauer die Vorteile von Videos, die ohne Ton abspielbar und zu verstehen sind. Allerdings muss bei diesem Stil auch beachtet werden, dass nur ein geringes Storytelling möglich ist und somit weniger Emotionen bei den Zuschauer:innen ausgelöst werden. Auch umfangreiche Handlungen und Prozesse lassen sich bei diesem Stil eher weniger gut darstellen.

Das Flat-Design

Dieser Stil ist vergleichbar mit dem Piktogramm- und Icon-Stil und weist gewisse Ähnlichkeiten auf. Beim Flat-Design wird allerdings mehr mit Farben gearbeitet und es lassen sich zweidimensional komplexere Vorgänge in Szene setzen, da auch dynamisch mit Animationen gearbeitet wird. Die Auswahl der Farben muss aber stets mit großer Sorgfalt passieren, da zu bunt gestaltete Erklärvideos unseriös wirken. Außerdem ist für die Produktion eines Erklärfilms mit dem Flat-Design viel Erfahrung notwendig und die Auftraggeber müssen mit höheren Kosten rechnen. Insbesondere eignet sich dieser Stil für die Beschreibung von Produkten und modernen Dienstleistungen, aber auch für Schulungszwecke kann der Stil genutzt werden.

Der Comic- oder Cartoon-Stil

Mit diesem Stil lassen sich vor allem vollständige, dynamische Szenen amüsant darstellen. Aber auch ernste Botschaften und komplexe Lerninhalte können vermittelt werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, eignen sich durch den unterhaltsamen Charakter aber nicht unbedingt für jede Thematik. Auch die Produktion eines Erklärvideos im Comic- oder Cartoon-Stil ist sehr aufwändig und mit hohen Kosten verbunden. Die Vorteile bei diesem Stil liegen aber bei dem hohen Wiedererkennungswert und dabei, dass die Comicfiguren bei den Zuschauer:innen Emotionen erzeugen, da diese schnell zu Sympathieträgern werden.

Der Realfilm-Stil

Beim Realfilm-Stil oder auch der Realverfilmung spielen Darsteller einen bestimmten Sachverhalt vor der Kamera oder erklären die Funktionsweise eines Produktes. Dieser Stil eignet sich besonders für den Einsatz von Alltagsgegenständen oder -handlungen, wie zum Beispiel bei Frisurentutorials oder Produktanwendungen.

Die 3D-Animation

Die 3D-Animation ist erheblich aufwändiger als zweidimensionale Erklärvideos. Der Stil eignet sich besonders gut für Videoanleitungen oder technische Gebrauchsanweisungen, bei denen Objekte in künstliche Räume versetzt und darin bewegt, gedreht oder zerlegt werden, um das Innenleben zu zeigen.

Auch ein ganz eigener Stil lässt sich in Erklärvideos einbringen. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand nur dann, wenn geplant ist, weitere Videos im gleichen Stil zu produzieren. Dies kann insbesondere dann Sinn ergeben, wenn das Video als Teil einer Marke funktionieren sollWelcher Stil gewählt wird, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Hierzu zählen beispielsweise die zu erobernde Zielgruppe, die darzustellende Thematik, das Alter der Zuschauer:innen und der Einsatzort des Erklärfilms.

vsonix als Anbieter für Erklärfilm-Produktionen

Das Format Erklärfilm gehört heute zum Standard, wenn es darum geht, komplexe Inhalte verständlich darzustellen. Wir von vsonix realisieren für Sie realgedrehte oder animierte Videos, die Ihren Zuschauer:innen Klarheit über schwer verständliche Thematiken verschaffen. Mit einer persönlichen Beratung wird das Projekt individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst.

Weitere Informationen zu Erklärfilmen und Beispiele unserer Agentur finden Sie hier.

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