Was ist überhaupt ein Webcast?

Laura-Marie Buxmann

Wir befinden uns mitten im digitalen Zeitalter. Und das bedeutet, dass Inhalte jeglicher Art zunehmend online und auf mobilen Endgeräten konsumiert werden. Bei der Vermittlung und Übertragung dieser Inhalte im Internet gibt es verschiedene Arten, wie diese stattfinden können – Podcasts, Webinare, Livestreams oder eben auch Webcasts. In diesem Beitrag erfahren Sie, was genau ein Webcast ist, welche Merkmale er besitzt und wann er im Optimalfall angewandt wird.

Ein Webcast ist eine Übertragung von audiovisuellen Inhalten über das InternetDabei setzt sich der Begriff aus zwei wesentlichen Bestandteilen zusammen: web, für das Internet oder auch World Wide Web, sagt aus, dass es online bzw. webbasiert ist; und cast, von Broadcast, das für Sendung, Ausstrahlung oder Übertragung steht. Damit bedeutet Webcast wörtlich übersetzt in etwa Internetübertragung. Während eines Webcasts präsentiert ein:e Moderator:in Slides, Grafiken, Audiodateien oder Videos innerhalb eines Livestreams und unterhält das Publikum. Somit ähnelt ein Webcast in seiner Form einer Live-Fernsehsendung, die für das Internet konzipiert ist.

Illustration einer Frau, die sich von einem Smartphone filmen lässt. Im Hintergrund sind einige Kleidungsstücke und Accessoires zu sehen.

Wie funktioniert ein Webcast?

Innerhalb eines Webcasts werden Informationen nach dem Prinzip der One-to-Many-Kommunikation an ein Publikum ausgestrahlt. Das bedeutet, dass Webcasts eine Form der Massenkommunikation sind, bei der Informationen von einer zentralen Stelle aus an einen Kreis von Teilnehmenden übertragen werden. Hierbei gibt es eine:n oder mehrere Presenter:innen und eine beliebige Anzahl von Teilnehmenden schaut zu – bei einem Webcast sind sogar bis zu mehrere tausend Teilnehmende möglich. Da Webcasts in der Regel nur in eine Richtung senden, sind die Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Publikum eingeschränkt oder gar nicht vorhanden; auch zwischen den Zuschauer:innen findet keinerlei Interaktion statt.

Webcasts haben sich als effektives und kosteneffizientes Kommunikationsmittel erwiesen. Sie stehen dem Publikum entweder live oder in aufgezeichneter Form als On-Demand-Format zur Verfügung. Im Live-Fall wird eine Veranstaltung zu einem fixen Termin live im Internet übertragen und den Teilnehmenden vorab angekündigt. Die On-Demand-Variante wird im Vorfeld produziert oder auch im Rahmen der Live-Übertragung aufgezeichnet.

Illustration eines Mannes, der etwas auf einer Leinwand präsentiert.

Anwendungsgebiete eines Webcasts

Bei einem Webcast wird ein existierendes physisches Event im Internet übertragen. Dabei sind die Anwendungsbereiche vielfältig: Ein Webcast kann somit nicht nur als Instrument für interne und externe Unternehmenskommunikation genutzt werden, indem beispielsweise Pressekonferenzen, Messevideos, Produktvorführungen oder brandaktuelle Unternehmens-News aufbereitet und als Stream zur Verfügung gestellt werden. Vielmehr können Webcasts auch für die Vermittlung von Schulungsinhalten, Vorlesungen oder Tutorials verwendet werden. Auch die Übertragung von Konzerten, Konferenzen, Fachinterviews oder Eröffnungsreden offizieller Anlässe ist möglich. Vor allem aber steht bei einem Webcast der Live-Charakter der Veranstaltungen im Mittelpunkt.

Vorteile eines Webcasts

Eine Illustration eines Video-Bildschirms mit verschiedenen Icons drum herum.

Webcasts bieten die Möglichkeit, verschiedene multimediale Inhalte wie Audiodateien in Form von Ton und Musik, Präsentationen, Bilder, Videodateien, aber auch Excel-Tabellen, Word-Dateien und Screen-Sharings in die Livestreams einzubinden. Zudem lassen sich Webcasts standortunabhängig, in Echtzeit und auf allen gewünschten Endgeräten konsumieren. Mit der Voraussetzung, dass ein funktionierender Internetanschluss verfügbar ist.

Sie bieten eine moderne Alternative für Veranstaltungen vor Ort. Die Möglichkeit, Veranstaltungen sowohl live zu streamen als auch diese anschließend on-demand zur Verfügung zu stellen, kann die Reichweite eines Events enorm erhöhen. Auch eine Multi-Channel-Strategie, also das gleichzeitige Streamen und Verbreiten auf mehreren Plattformen, hilft dabei, dass eine breite Öffentlichkeit erreicht wird. On-Demand-Varianten können nämlich auch nachträglich, bereits nach Ende der Veranstaltung, die Reichweite und Aufmerksamkeit für bereits gesendete Inhalte steigern. Der Vorteil liegt aber nicht nur darin, dass die Reichweite eines Events vergrößert wird und somit ein größeres Publikum teilnimmt. Vielmehr sorgt die Alternative, ein Event online zu übertragen, dafür, dass niemand aufgrund von Zeitmangel, hohen Reisekosten oder langen Anfahrtswegen von einem Event ausgeschlossen wird. Das löst auch logistische Probleme der Veranstalterdenn es können bei gleicher Location und gleichem Event so viele Teilnehmende wie gewünscht dabei sein.

Die unterschiedlichsten Informationen können so an ein Publikum übertragen werden, das nicht live vor Ort sein kann. Dementsprechend bieten Webcasts auch in Krisenzeiten, wie der nach wie vor anhaltenden Corona-Pandemie, einen effektiven Kommunikationskanal, wenn Treffen mit vielen Teilnehmenden nicht möglich und untersagt sind.

Eine Illustration von einem Laptop, auf dem eine Frau zu sehen ist, die etwas präsentiert

Die Option der virtuellen Teilnahme macht es zudem möglich, dass auch remote Mitarbeiter:innen einen einfachen Zugang zu internen Veranstaltungen haben und somit Informationen zeitgleich an Mitarbeiter:innen auf der ganzen Welt kommuniziert werden können. Darüber hinaus lassen sich virtuelle Inhalte auch mühelos an Kund:innen verbreiten, sodass die Aufzeichnung von Webcasts sich als wertvolles Marketing-Material behauptet. Für Unternehmen ist es daher unverzichtbar, ihre Inhalte auch online zur Verfügung zu stellen.

In vielerlei Hinsicht ist die Übertragung von Veranstaltungen ökonomischer als Events mit persönlicher Anwesenheitspflicht: Es lassen sich Reise-, Unterbringungs-, Verpflegungs- und Energiekosten einsparen, wodurch sich die Events kostengünstiger und auch weniger zeitaufwändig realisieren lassen. Weil versucht wird, die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering zu halten, ist Corporate Social Responsibility (CSR) heutzutage ein wichtiger Aspekt für Unternehmen. Die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme an Veranstaltungen sinkt unter anderem den Emissionsausstoß sowie den Waren- und auch Bürobedarf deutlich. Somit findet durch Webcasts eine geringere Umweltbelastung statt.

In unserem Beitrag “Digitale Events auf dem Weg zur Klimaneutralität” wird genauer darauf eingegangen, warum digitale Events weitaus umweltfreundlicher stattfinden können als Veranstaltungen vor Ort.

Unterschiede zu anderen Online-Formaten

Unterschied zu einem Webinar

Ein Webinar richtet sich eher an ein kleineres Publikum und ist in der Regel auf Interaktivität ausgelegt. Den Teilnehmenden wird ein Vortrag oder eine Lektion präsentiert, wodurch ein Webinar einen klassischen Seminar-Charakter hat. Mittels einer Zwei-Wege-Kommunikation können Teilnehmende den Moderator:innen Fragen stellen, die wiederum zur Diskussion beitragen.

Illustration eines Menschen, der vor einem PC sitzt auf dem eine Online-Schulung läuft

Unterschied zu einer Videokonferenz

Eine Videokonferenz ist auf die gemeinsame Zusammenarbeit der Teilnehmenden und deren wechselseitigen Informationsaustausch ausgelegt. In Summe nehmen hier üblicherweise weniger Menschen teil als bei einem Webcast. Bei einer Videokonferenz tragen alle Teilnehmenden zur Diskussion bei und die Interaktivität ist deutlich höher. Nicht selten wird der Verlauf einer Videokonferenz durch das Verhalten und die Beiträge der Teilnehmenden beeinflusst, während bei einem Webcast einem strukturierten Ablauf gefolgt wird.

Illustration einer Frau, die einen Podcast aufnimmt.

Unterschied zu einem Podcast

In der Regel finden Podcasts nicht live statt und bestehen fast ausschließlich aus Audiomaterial. Die Aufnahmen werden dann als On-Demand-Varianten im Serienformat über verschiedene Websites oder Player wie Spotify oder iTunes angeboten.

 

Unterschied zu einem Livestream

Ein klassischer Livestream ist besonders für Influencer:innen ein attraktives Format. Sie lassen sich in den sozialen Medien ganz einfach in Echtzeit übertragen – benötigt wird lediglich ein Smartphone mit Kamera. In der Regel steht bei einem Livestream die Interaktion mit den Zuschauer:innen oder auch Follower:innen im Mittelpunkt. Zudem sind Livestreams für jeden öffentlich zugänglich über die jeweiligen Streaming-Plattformen.

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